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DAS HIER IST MEINE GESCHICHTE

Ich zeige mich von meiner verletzlichsten Seite und teile offen und ehrlich meine Wahrheit mit dir.

Jetzt spreche ich

Alles gesagt? Noch lange nicht, nein. Heute verrate ich dir mein Geheimnis. Wow! Wie lange ich diesen Artikel schon veröffentlichen wollte, wie oft ich ihn editiert habe, und wie oft ich am Ende dann doch kalte Füße bekommen habe. Damit ist jetzt Schluss! Ich gehe jetzt raus mit meiner Story. In mir drin, da ist dieser immer stärker werdende Impuls: Teile deine Geschichte, Lisa. Nicht mehr länger denken, einfach machen.

»Meine Story will aus mir raus und rein in die Welt. Damit ich heilen kann, mich befreien. Und ja, damit ich mit der Vergangenheit Frieden schließen kann. «

Nicht eine Sekunde länger will ich mehr so tun, als wäre ich jemand, der ich nicht bin. Wie oft die Gesellschaft von uns fordert, dass wir uns normal verhalten, dass wir uns nahtlos in überholte Systeme einfügen. Doch will ich die Freiheit haben, niemand anderes als ich selbst zu sein – mein eigenes normal. Und was ist schon normal, wer hat das festgelegt? Ich plädiere für eine neue Ordnung, eine neue Normalität. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich den nötigen Mut dazu hatte, mein Schweigen zu brechen und meine Wahrheit auszusprechen. In meiner Familie wurde immer alles totgeschwiegen. Damit das klar ist, Lisa – das hier bleibt in der Familie. Du kannst mit uns darüber sprechen, ansonsten bist du still. Hast du das verstanden? Deine Geschichte bleibt unter uns, hörst du? Ich bin in einem Umfeld von Unterdrückung und Schuldgefühlen aufgewachsen. Nur zu gut weiß ich meine Gefühle in mich hineinzufressen und mich unsichtbar zu machen. Aber das ist vorbei, benutze ich jetzt selbstsicher meine Stimme. Ich erzähle meine Geschichte. Jetzt spreche ich. Mein Verdauungssystem und ich, wir waren seit dem Tag meiner Geburt im Krieg. Es hieß Verdauungssystem gegen mich, über mehr als 26 Jahre – und ich wäre beinahe in diesem Krieg gestorben. Es war kurz vor zwölf. Ehrlich gesagt war es zwölf. 26 Jahre lebte ich mit einer angeborenen Erkrankung namens Morbus Hirschsprung – jedoch ohne Diagnose und ohne Support. Ich bin durch die Hölle gegangen. Stell dir vor, du lebst von Geburt an mit einem angeborenen Darmverschluss… und stell dir vor, was das mit dir macht – physisch, mental und emotional. Bis zu diesem Punkt wusste ich nicht, was Stuhldrang bedeutet, hatte ich diese Erfahrung noch nie machen dürfen. Es war eine dunkle und erdrückende Zeit. Mein Wendepunkt kam in 2016. Ich traf über unzählige Umwege einen Mann, der mir half, der die richtigen Schritte einleitete, der mich rettete als ich kurz vor Darmdurchbruch und Sepsis stand. Mir musste mein Dickdarm – der mittlerweile komplett ausgeleiert, deformiert und außer Betrieb war – einen Tag darauf komplett entfernt werden. Kolektomie nennt sich das. Hätte verhindert werden können, hätte man mich nach der Geburt untersucht. Dann hätte man lediglich einen Zentimeter Darmabschnitt entfernen müssen und mir wäre sehr viel Leid erspart geblieben. Hätte, hätte, hätte…

Bist du schwanger, Lisa? Nein, ich bin verstopft.

Du bist so schlank, Lisa. Doch siehst du immer aus wie im neunten Monat schwanger. Das sagte mir ein Freund, als ich 15 Jahre alt war, und ja, so fühlte ich mich auch: schwanger – irgendwann schwanger mit Zwillingen, später dann sogar Drillingen. Aber nein, ich war nicht schwanger. Ich war aufgebläht und hochgradig verstopft, seit Geburt an. Als ich 15 war, begann die Suche nach Antworten, nach der Ursache, der Wurzel allen Übels. Mehr als elf Jahre suchte ich vergebens nach Hilfe – und physisch ging es Jahr für Jahr immer nur noch mehr bergab. Jeden Tag litt ich unter unvorstellbaren Schmerzen. Mein Bauch war in Flammen, er brannte. Ich konnte ihn nicht mehr berühren. Alles war entzündet and brannte. Und es gab kein Mittel, was gegen die Schmerzen half. Alles was ich versuchte, machte es nur noch schlimmer. Es fühlte sich an, als würde ich von innen verbrennen, verfaulen, und explodieren. Diesen Druck in meinem Bauch, ich hielt ihn nicht mehr aus. Es war ein Gefühl, als sei ich lebendig begraben. Mit jedem Tag verschwand Lisa ein Stück mehr. In diesen elf Jahren habe ich die meiste Zeit auf Toilette, im Bett, oder beim Arzt verbracht. Mein Körper zwang mich Dinge zu tun, für die ich mich so sehr schämte. Es war erniedrigend. Ich fühlte mich zuletzt nur noch wie eine Sklavin meines kranken Körpers. Jede Nacht lag ich wach, alleine mit dem Schmerz und all der Angst. Ich fühlte Ohnmacht, mich meinem Körper hilflos ausgeliefert. Als ich 25 war, da sehnte ich mich nach Erlösung von meinen Leiden. Ich war so verzweifelt, so ausgelaugt, so hoffnungslos. Ich war bereit zu sterben, hörte sich der Tod damals wie Erlösung für mich an. Ich hatte losgelassen.

Ich bin Lisa und ich bin die junge Frau ohne Dickdarm

Ich bin Lisa und ich lebe ohne Dickdarm. Aber lass mich dir eins sagen: Trotz der unsichtbaren Behinderung und den harten Kämpfen in der Vergangenheit, bin ich unendlich mutig. Ich habe mehr als 26 Jahre mit einem schrecklichen Monster in mir gelebt – und überlebt. Ich habe überlebt. Ich lebe. Auch postoperativ, nach der Kolektomie, bin ich mit funktionellen Störungen, entzündlichen Prozessen und Dysbalancen konfrontiert. Und, öfter als mir lieb ist, mit lähmenden und kräftezehrenden Schmerzen und Beschwerden. Es ist kein Wunder, dass auch nach der Operation nicht plötzlich alles rosarot ist, nachdem ich mehr als 26 Jahre mit einem kranken Dickdarm lebte, und überlebte. Mein Körper musste das irgendwie versuchen zu stemmen. Das hinterlässt Spuren. Und jetzt muss mein Körper versuchen zu kompensieren, dass ich ein Organ weniger habe. Das ist keine einfache Aufgabe. Der Arztbesuch neulich war mal wieder ernüchternd. Ich äußerte ihm meine Vision: Ich stelle mir vor, dass meine Verdauungsorgane bald alle einzeln so funktionieren, dass sie als System funktionieren, und das so richtig gut. Ich wünsche mir, dass im Innern alles in die Balance kommt – meine Verdauung und meine Darmflora. Trotz allem was war, trotz allem was ist. Ich will mich wohl und vital fühlen. Doch seine Worte darauf waren niederschmetternd: Frau Strube, sie sind mit Morbus Hirschsprung auf die Welt gekommen, es ist ein Wunder, dass sie überhaupt überlebt haben, stirbt man damit, unerkannt, normalerweise spätestens im Alter von drei Jahren. Sie haben bis sie 26 Jahre alt waren damit gelebt. Sie haben einen toxischen Megakolon entwickelt. Ihnen musste daraufhin der komplette Dickdarm entfernt werden – das ist ein gewaltsamer und folgenschwerer Eingriff in den Organismus. Ihre Verdauungsorgane waren nie ein funktionierendes System. Sie sind ein Sonderfall, Frau Strube. Ihr Fall ist höchst komplex, kompliziert und sensibel. Sie fallen mit ihrem Fall einfach völlig aus dem System heraus, durch das System hindurch. Bäm! Einmal direkt mit der Faust ins Gesicht. Danke. Aber endlich sagt es mal wer: Ich falle aus dem System. Ich falle durch das System. Ja, das fühle ich seit Tag eins hier auf dem Planeten Erde. Zuerst machten mich seine Worte traurig und wütend – doch dann dachte ich: Scheiß drauf – ich weiß es ja. Ich schaffe mir jetzt mein eigenes, voll funktionierendes System. Und ich schaffe das! Ich habe schon so viel geschafft, ich schaffe auch das. Ich befreie mich, meinen Körper und mein Unterbewusstes von allen Fesseln und Ketten der Vergangenheit, von allem was krank ist und weh tut, von allen selbstlimitierenden Glaubenssätzen, von allem Negativen. Entgegen aller ratlosen Ärzte und Pessimisten, glaube ich an mich, an meine Heilung, an meine Vision von einer erfüllten Zukunft.

Meine Reise in Richtung Heilung und Gesundheit

Trotz allen Herausforderungen vor denen ich stehe, nehme ich mein Leben heute als so viel lebenswerter und lebendiger wahr. Mein Traum ist es, ein sicheres Zuhause in mir selbst zu finden – ein Zuhause, das mir Geborgenheit und Freiheit schenkt. Ich habe mich noch nie irgendwo sicher und Zuhause fühlen dürfen. Ich will wissen, wie sich das anfühlt: ein sicheres Zuhause in meinem Körper, und in der Welt. Nicht nur auf physischer Ebene braucht es meine liebevolle Aufmerksamkeit, auch auf emotionaler und mentaler.

»Es macht was mit dir, wenn dein eigener Körper von Beginn an ein Ort des Schreckens für dich war.«

Unterdrückte Emotionen wie Kummer und tiefe innere Ängste möchten verarbeitet und frei werden. Und das geht nicht von heute auf morgen. Heilung braucht Zeit und Geduld. Mein Körper, auf den ich vor der Operation so schrecklich wütend war, wegen all dem, was er mir jeden Tag zugemutet hat, ja dieser Körper braucht Liebe und Mitgefühl – selbst in Zeiten, in denen ich nichts lieber will, als ihm entfliehen, weil ich den einschneidenden Schmerz oder das Unwohlsein nicht mehr ertrage. In schlaflosen Nächten, wenn Schmerzen und Beschwerden Körper und Geist nicht zur Ruhe kommen lassen, da frage ich mich: Was braucht es, damit mein Verdauungssystem heilt, damit es sich regeneriert und reguliert, sich meine Darmflora ausbalanciert? Was braucht es, damit einfach alles in den Flow kommt und auch beständig so bleibt? Was braucht es, um nachhaltig Harmonie und Frieden im Innern zu finden?

»Wenn es zu viel ist, überkommen mich Zweifel: Was ist, wenn das nie passieren wird, wenn Heilung für mich immer bloß ein Traum bleiben wird, weil es einfach keine Lösung für mich gibt?«

Da ist diese enorme Flut an Gedanken, die in mich einströmt, und an Fragen – Fragen, auf die bis dato weder Ärzte noch ich Antworten hatten. Suchen und Nicht-Finden, Selbstvertrauen und zerfressende Unsicherheit, Hoffnung und Verzweiflung. Immer im Wechsel. Du lebst in Ungewissheit, und wünschst dir Gewissheit. Niemand konnte mir sagen, was da drinnen wirklich abgeht, und was es braucht, um zu heilen, und ob es überhaupt möglich ist. Kein Mensch auf dieser Erde kann dir die Garantie dafür geben, dass alles eines Tages tatsächlich gut wird. Der Gedanke daran, dass es immer so kräftezehrend, limitiert und unberechenbar bleiben könnte, ich vielleicht nie in mein volles Potential kommen, nie inneren Frieden finden werde – wow, der Gedanke macht mir solche Angst, mich so unendlich traurig. In guten Momenten kann ich mich von diesen Gedanken freimachen, an schlechten Tagen sind sie erdrückend.

Innenwelten und Außenwelten

Und dann ist da deine Umwelt. Da draußen sind Menschen, die kein Verständnis für dich und keine Geduld (mehr) mit dir haben; Menschen, die dir das Gefühl geben, du heilst nicht schnell genug, du tust nicht genug, du bist nicht genug. Das schüchtert dich ein, in Momenten, in denen du dich klein und schwach fühlst, in denen du offene Wunden hast und so verdammt verwundbar bist. Und es erschüttert dich. Menschen können so unsensibel sein – kalt und hart und ignorant. Wenn du chronisch erkrankt bist, erkennst du schnell, dass es in der Welt zum Großteil um körperliche Resilienz, ums Funktionieren, um Geld und um Status geht. Mein ganzes Leben lang fühlte ich mich schuldig. Ich schämte mich – dafür, dass ich per Definition schwächer war, dass ich im traditionellen Sinne weniger leistete, dafür, dass ich anders tickte, als mein Umfeld, dafür dass ich nicht so funktionierte, wie es die Gesellschaft von mir erwartete. Wo gehöre ich hin? Gehöre ich hierher? Was stimmt nicht mit mir? Wie oft ich durch das System fiel, wow. Auch nach der OP hat sich daran nichts geändert. Um ehrlich zu sein, falle ich heute mehr denn je aus dem System. Wie ein Alien fühle ich mich oft auf diesem Planeten Erde – mit dem Unterschied, dass ich mich heute mit dieser Erkenntnis sehr viel wohler fühle. Ich bin ein Weirdo und ich liebe es.

Eine Körperliche Behinderung und gesundheitliche Probleme, gepaart mit nullkommanull Unterstützung von weder deiner eigenen Familie, dem Staat, noch dem Gesundheitssystem? Du fühlst dich allein. Du fühlst dich überfordert. Du fühlst dich abgehängt. Wir alle müssen Monat für Monat unseren Lebensunterhalt bestreiten. Wie können wir Menschen wie mir helfen, ihren Lebensunterhalt zu sichern? Was ich für ein bedingungsloses Grundeinkommen geben würde. Wie immens es mich entlasten würde, in dem Wissen zu sein, dass für meinen Lebensunterhalt gesorgt ist. Wie viele Ressourcen frei werden würden, fielen die Geldsorgen weg. Ich könnte mal tief durchatmen, mich gelassener meiner Gesundheit und beruflichen Entfaltung widmen. Ich wünsche mir ein offenes und faires Miteinander. Ich wünsche mir Chancengleichheit – für alle, für immer. Ich wünsche mir, dass Menschen wie ich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen unterstützt werden, damit auch wir hier in dieser Welt in sicheres Zuhause finden – denn auch wir verdienen maximale Geborgenheit und Freiheit. 

Die Kunst des Menschseins

Alles, was ich mir wünsche, ist ein Leben frei von Schmerz und Leid, ein Leben ohne Terror und permanente Angst. Du kannst dir nicht vorstellen, wie viel Kraft und Energie, ja wie viel Leben dir durch eine chronische Krankheit genommen wird, wie viel Zeit du einfach nur damit verbringst, dich am Leben zu erhalten. Doch bin ich kein Opfer, ich bin eine Überlebende. Und weißt du was? Ich bin unglaublich stolz. Stolz darauf, dass ich so weit gekommen bin und stolz darauf, wie groß und stark ich bin. Meine Reise geht weiter. Ich glaube radikal daran, dass die Tage, an denen mein Körper über mich und mein Leben bestimmt hat, bald vorbei sein werden – Geschichte. Und ich vertraue darauf, dass da ein leichteres Leben voller Vitalität, Liebe und Lebensfreude auf mich wartet. Ich verdiene es, frei zu sein. Ich verdiene es, das erfüllte Leben zu leben, das ich leben möchte, und in einem Körper zu leben, der mir Wohlsein, Frieden und Lebendigkeit schenkt. Ich verdiene es, glücklich zu sein und das zu machen, was mich glücklich macht. Ich verdiene es mein wahres Selbst zu leben, einfach nur authentisch Lisa zu sein.

»Ich wünsche mir, wir Menschen fragen uns bald gegenseitig wer wir sind und nicht mehr was wir machen – ist es doch das “human being” und nicht das “human doing”, was uns ausmacht.«

Jeden Tag arbeite ich daran, in meine volle Kraft zu kommen und mir ein wohlig-warmes Leben aufzubauen – eines, wo ich mich respektiert, unterstützt und geliebt fühle. Ich bin durch die Hölle gegangen. Ich habe eine verdammt lange Reise hinter mir. Aber ich habe alles was bisher geschah tapfer durchgestanden. Ich habe es bis hierher geschafft – und es muss einen Grund dafür geben, dass man mich 2016 nicht hat sterben lassen. Irgendetwas sagt mir, dass das Universum was Gutes, was richtig Gutes für mich bereithält. Ich weiß es, ich glaube es, ich fühle es. Ich bin offen und empfänglich für meine Heilung, meine Transformation, für das gute Leben – so viel ist sicher. Ich liebe das Leben und ich wünsche mir, dass mir auch das liebe Leben bald deutlich zeigt, dass es mich liebt.

Ich fühle nicht nicht mehr schuldig – nicht für das, was mir widerfahren ist, nicht für meinen fehlenden Dickdarm und auch nicht für alles, was gerade ist. Ich mache mich nicht mehr kleiner, als ich es bin. Auch nicht an Tagen, an denen mir mein Körper das Gefühl gibt, klein und schwach zu sein, und mein Kopf das glauben will. Nein. Nein. Nein. Gedanken sind Gedanken. Gefühle sind Gefühle. Nicht mehr und nicht weniger. Ich erzähle all das, weil ich viel zu lange still war. Ich habe meine Kraft erkannt, und ich will meine Stimme nutzen, um über all die Dinge zu sprechen, die mich bewegen, die mir am Herzen liegen. Es ist wichtig über Themen wie diese zu sprechen, laut zu sein, Raum einzunehmen. Es gibt Menschen, die einfach weniger Glück hatten im Leben, für die es beschwerlicher war oder ist. Wir alle sind Überlebenskünstler. Einige von uns haben 24/7 Schmerzen, müssen mit einschneidenden Einschränkungen fertig werden, müssen richtig hart kämpfen. Ich will, dass genau diese Menschen gesehen und gehört werden.

Freiheiten in Einschränkungen finden

Ich muss realistisch sein, was meine Energie angeht, darf mich nicht übernehmen, muss mir Raum für Erholung lassen. Wie viele Tage es gab, an denen ich selbst für die alltäglichen Tasks zu erschöpft war. Und ich muss mir ins Gedächtnis rufen, dass das in Ordnung ist. Es ist okay traurig zu sein, es ist okay wütend zu sein, es ist okay erschöpft zu sein, es ist okay überfordert mit sich und der Welt zu sein, es ist okay immer wieder innezuhalten und sich auszuruhen. Pausen sind erlaubt. Wenn sich bei mir Zweifel einschleichen, weil ich das Gefühl bekomme, dass ich mich im Kreis drehe oder sogar rückwärts bewege, ist das auch okay. Zweifeln ist menschlich. Dennoch darf ich weiter Vertrauen in einen glücklichen Ausgang haben, in eine erfüllte Zukunft voller Flow und Wohlsein – denn Heilung ist nunmal nicht linear und auch nicht frei von Turbulenzen.

»Man kann Heilung nicht beschleunigen. Heilung braucht Zeit, erfordert Anstrengung, braucht Mut. Für Heilung musst du lernen auf dich selbst zu vertrauen. Selbstvertrauen. Körper, Geist und Seele brauchen Vertrauen, um zu heilen. Vertraust du auf dich selbst?«

Gehörst du zu denen, die sich in ihrer eigenen Haut nicht so wohl fühlen, wie sie es gerne täten? Du bist nicht allein. Ich sehe dich. Da ist ganz viel Empathie. Ich glaube fest daran, dass wir das zusammen meistern können, wenn wir offen und ehrlich sind – mit uns selbst und mit anderen, wenn wir in all unserer Größe und Verletzlichkeit sichtbar sind, wenn wir mutig Raum einnehmen und eine Umgebung schaffen, in der wir geduldig, in unserem individuellen Tempo heilen, wachsen und aufblühen können. Ich weiß, dass da draußen viele von uns sind: Menschen, die sich allein gelassen fühlen – allein mit all ihren Sorgen und Problemen, überwältigt mit den Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert sind. Auf uns allein gestellt, sind wir eine unsichtbare Minderheit, doch zusammen sind wir eine kraftvolle, einflussreiche Community. Was wäre, wenn wir eine gute Verbindung miteinander aufbauen und gemeinsam eine Mehrheit bilden – eine mit Superkräften? Was wäre, wenn wir gemeinsam für die Umweltbedingungen kämpfen, die wir brauchen, um uns hier auf dieser Erde wohlfühlen und frei entfalten zu können? Wie schmecken Wohlgefühl und Freiheit? Ich will erleben, wie es sich anfühlt. Das Leben ist dazu da, um gelebt zu werden – und es darf und soll ausdrücklich Spaß machen. Jawohl.


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